2018 Marrakesch

Der Hauptgrund der Reise: der Heller Garten Anima, nur 30 km vom Marrakesch entfernt.

Wir waren die ersten Besucher und konnten ungestört einige Stunden lang die wunderbar friedlich Parkanlage erkunden. Viele exotische Pflanzen, teilweise bereits in hohem Alter hierher verpflanzt und viel Kunst. Zum Mittagessen ging es in die Stadt auf eine gemütliche Dachterrasse nahe der Moschee La Koutoubia. Hassan erklärte uns, von Tisch zu Tisch gehend, die Speisekarte – das Couscous mit Kürbis war köstlich.

Am Nachmittag ging es dann zu Fuß durch die Altstadt, den berühmten Platz der Gaukler und durch die Suks, das Marktviertel – eine unglaubliche Vielfalt an Warenangebot, Farben und Düften. Von der Dachterrasse des Cafes hatten wir schlussendlich bei einem Glas Pfefferminztee noch einen schönen Überblick über den Platz der Gaukler, wo für den Abend die Essensstände und Lokale aufgebaut wurden – für uns ging ein anstrengender, aber super schöner Tag mit Buffet im Hotel zu Ende.

Die heutige Besichtigungstour begann mit einem Spaziergang in dem im 12. Jhdt angelegten Olivenhain Jardin de la Menara, uralte Olivenbäume rund um ein Wasserbecken, aus dem ein weit verzweigtes Kanalsystem für die Bewässerung sorgt. Dann ging es weiter zur  ebenfalls aus dem 12. Jhdt stammenden Moschee La Koutoubia mit ihrem 77m hohen, weithin sichtbaren, rechteckigen Minarett. Wir spazieren durch den umgebenden Palmengarten, werden zu einem Gruppenfoto vergattert, treffen auf Wasserverkäufer, die sich für Bakschisch fotografieren lassen wollen und schlendern durch das arabische Viertel und das Judenviertel.

 

Nachdem wir immer nur die Tore und umgebende Mauern der Häuser sehen, besuchen wir auf Hassans Empfehlung ein Museum mit Teppichausstellung, um ein Riad zu sehen – das ist ein traditionelles marokkanisches Haus oder ein Palast mit einem Innenhof bzw. inneren Garten. Der Begriff kommt vom arabischen Wort für Garten.

Am Abend geht es ins Chez Ali, eine Art Disneyland mit arabischem Essen in großen Zelten, die eine einer riesigen Arena umgeben. Dazu gibt es tolle Folkloregruppen verschiedener Stämme mit viel Trommeln, Gesang und Tanz. Höhepunkte sind eine Reitershow mit waghalsigen Einlagen in der Arena, eine Bauchtänzerin und zum Abschluss ein Feuerwerk.

Am letzten Tag sehr frühes Aufstehen und ab in die Berge des hohen Atlasgebirges. Die Straße ist zum Großteil erst im entstehen und windet sich auf 2200m hinauf zum Tichka Pass. Nach anfänglichem Nebel genießen wir in klarer Luft die tolle Fernsicht auf die schneebedeckten Berge. Unser Ziel war das unbewohnte Dorf Ait Ben Haddou, seit 1987 Weltkulturerbe. Sehr eindrucksvoll auf dem Hügel gelegen, enge Gassen, natürlich mit Souvenirshops, Ali erklimmt den Gipfel, ich fotografiert.

 

Mittagsrast machen wir in Ouarzazate und besichtigen danach noch die Kasbah, eine eindrucksvolle Wohnburg, die zum Teil noch bewohnt ist. In der Nähe von Ouarzazate befinden sich mehrere Filmstudios. Zu den bekanntesten Filmen, die hier gedreht wurden, gehören zahlreiche Bibel- und Monumentalverfilmungen, darunter Gladiator, sowie Die Päpstin und Der Medicus. Außerdem ist in der Nähe das größte solarthermische Kraftwerk der Erde in Bau.